1969 landeten die ersten Menschen auf dem Mond, tausende im Schlamm von Woodstock, Easy Rider auf der Kinoleinwand, die Manson-Family hinter Gittern und ich auf dem Gebärbett in einem Kreißsaal irgendwo im Tiroler Unterland – was damals annähernd ähnlich spektakulär war, zumindest für meine Eltern. Und ob das jetzt schicksalhaft war oder einfach Zufall, sei dahingestellt. Vermutlich waren es aber einfach nur Ereignisse, die eben nebeneinander so passiert sind.

Wie auch immer …

Wie es der Teufel haben wollte, bin ich dann im Tiroler Unterland aufgewachsen und von dort nie wirklich weggekommen. Ja und das wird sich vermutlich auch nicht mehr ändern. Nennen wir es Heimatverbundenheit, Faulheit oder Feigheit – egal.

1989, frisch maturiert, startete ich meine kometenhafte Karriere bei einem österreichischen Logistikunternehmen. Diese durchaus enge Verbindung – beinahe einer ‚Ehe‘ gleich – wurde dann Anfang 2026 recht undramatisch und emotionslos geschieden. Bereits während dieser Jahre, verspürte ich immer wieder diesen inneren Drang, so manch kruden Gedanken, der in meinem Kopf herumwirbelte, zu Papier zu bringen. So habe ich mich in meiner ziemlich spärlichen Freizeit dem Schreiben von Kurzgeschichten gewidmet.

À propos Freizeit: ich versuchte mich auch als – zwar begeisterter, aber erfolgloser – Hobby-Fußballer und später als begeisterter, aber unwissender Weinliebhaber. Mit Letzterem beschäftige ich mich immer noch.

Meine Kurzgeschichten – ob politische Satire, dystopische Zukunftsentwürfe oder psychologische Thriller – sind trocken, ungemütlich, meist satirisch oder ironisch und oft mit viel schwarzem Humor getränkt.

Einige dieser Kurzgeschichten erschienen in Anthologien und Literaturzeitschriften. Diese kleinen Erfolge haben mich in meinem Schreiben bestätigt und motiviert, die meiner Meinung nach besten Stories auf die Welt da draußen loszulassen.